Unser Gastbruder Noé empfiehlt uns mit seiner Katalanischlehrerin zu reden, wenn wir mehr über katalanische Kultur erfahren wollen. Sie sei eine vraie catalane und wisse alles darüber, meint er.
Gesagt, getan. Wir treffen uns mit ihr in einem Café in der Innenstadt. Auf unsere Frage warum es in Frankreich keine katalanische Unabhängigkeitsbewegung gebe, erklärt sie, dass man in Perpignan weitaus größere Probleme habe: Hohe Arbeitslosigkeit und Probleme mit Migranten seien wichtiger als ein Streben nach Unabhängigkeit. Auch glaubt sie, dass die meisten Katalanen in Frankreich gar keinen eigenen Staat haben, sondern Teil Frankreichs bleiben wollen.
Wir haken nach und wollen wissen, wie es denn mit der katalanischen Identität stehe. Die sei nach wie vor vorhanden, sagt sie. Als Beispiel nennt sie die weite Verbreitung des katalanischen Essens und der Sprache. So gibt es katalanischen Unterricht in den Schulen, Lese- und Gesangsveranstaltungen in der lokalen Bibliothek und man entdecke überall in der Region katalanische Flaggen.
Allerdings sei es in Zeiten von Globalisierung und dem Zusammenwachsen Europas immer schwieriger, lokale und regionale Identitäten aufrecht zu erhalten. Sie nennt als Beispiel den Einzelhandel in Perpignan: Die lokalen kleinen, häufig katalanischen, Läden schließen und werden durch Franchiseunternehmen ersetzt. So, meint sie bestürzt, würde eine regionale Identität nach und nach verschwinden – erst Recht in den Städten. In den Dörfern sehe die Welt noch anders aus. Hier finde man noch viele ältere, die sich auf Bänken oder vor ihren Häusern treffen und katalanisch reden.
Gesagt, getan. Wir treffen uns mit ihr in einem Café in der Innenstadt. Auf unsere Frage warum es in Frankreich keine katalanische Unabhängigkeitsbewegung gebe, erklärt sie, dass man in Perpignan weitaus größere Probleme habe: Hohe Arbeitslosigkeit und Probleme mit Migranten seien wichtiger als ein Streben nach Unabhängigkeit. Auch glaubt sie, dass die meisten Katalanen in Frankreich gar keinen eigenen Staat haben, sondern Teil Frankreichs bleiben wollen.
Wir haken nach und wollen wissen, wie es denn mit der katalanischen Identität stehe. Die sei nach wie vor vorhanden, sagt sie. Als Beispiel nennt sie die weite Verbreitung des katalanischen Essens und der Sprache. So gibt es katalanischen Unterricht in den Schulen, Lese- und Gesangsveranstaltungen in der lokalen Bibliothek und man entdecke überall in der Region katalanische Flaggen.
Allerdings sei es in Zeiten von Globalisierung und dem Zusammenwachsen Europas immer schwieriger, lokale und regionale Identitäten aufrecht zu erhalten. Sie nennt als Beispiel den Einzelhandel in Perpignan: Die lokalen kleinen, häufig katalanischen, Läden schließen und werden durch Franchiseunternehmen ersetzt. So, meint sie bestürzt, würde eine regionale Identität nach und nach verschwinden – erst Recht in den Städten. In den Dörfern sehe die Welt noch anders aus. Hier finde man noch viele ältere, die sich auf Bänken oder vor ihren Häusern treffen und katalanisch reden.
Nachdenklich über ihre Bemerkungen sind wir froh, dass unser Gastbruder den Kontakt für uns hergestellt hat.
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